Deutschland, das Land der Dichter und Denker. So war es offensichtlich früher mal, denn die Schreibkunst scheint den Sprung in das Internetzeitalter deutlich verpasst zu haben. Anders lässt sich die Sammlung von Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Fehlgriffen auf diesem Blog nicht erklären.
Herzlich willkommen in der Welt der abenteuerlichen Rechtschreibung und der fantasievollen Grammatik im 21. Jahrhundert!

Möge die Rechtschreibung mit Euch sein!

Mittwoch, 26. Juli 2017

Alles Attrappe

Ich weiß ja nicht, zu welcher Pferderasse die At-Rappe gehört, oder handelt es sich hier nur um eine Attrappe um den sonst fehlerfreien Text glaubwürdiger zu machen? Dass der Verfasser es richtig machen kann, stellt er ja ein paar Zeilen weiter grandios unter Beweis.



Mittwoch, 19. Juli 2017

Off-Topic: 100 Posts (und kein Ende in Sicht)

Man soll sich ja über Jubiläen freuen und ein bisschen freue ich mich tatsächlich, dass ich jetzt schon meinen 100. Post veröffentliche. Auf der anderen Seite treibt mir dieses Jubiläum aber auch die Sorgenfalten auf meine Stirn.. Jeden Tag fallen mir neue Sprachbeispiele auf, bei denen die Schreiber die gängigen Rechtschreib- und Grammatikregeln mehr schlecht als recht angewendet haben. Häufig fällt mir dabei auf, dass die Auftraggeber für einen Text offensichtlich mehr Wert auf billig legen als auf grammatikalisch und orthografisch zuverlässig. Aber auch in privat erstellten Onlinetexten häufen sich die Fehler, die sich alleine schon mit einem einfachen Rechtschreibprogramm vermeiden lassen sollten.

Manchmal frage ich mich, ob ich mit meiner Wertschätzung der deutschen Rechtschreibung und Grammatik zu einer aussterbenden Art gehöre. Als ich mit diesem Blog angefangen habe, war ich mehr oder weniger entsetzt über die Anzahl fehlerhafter Texte im Internet. Mittlerweile habe ich mich emotional distanzieren können. Die Frage nach dem Grund für solch einen schlampigen Umgang mit unserer Schriftsprache bleibt jedoch. Wie kann es sein, dass sich große Firmen erlauben, einen Informationstext mit unzähligen Rechtschreibfehlern zu veröffentlichen? Wie kann es sein, dass grammatikalische Fehltritte im Internet zur Tagesordnung gehören?

Ich habe eine, in meinen Augen erschreckende, Theorie: Der Konsument interessiert sich nicht mehr für die Details. Wenn das tatsächlich der Fall sein sollte, frage ich mich jedoch, warum sich die Hersteller überhaupt noch die Mühe machen und einen ausführlichen Informationstext herstellen. Sollte der ganze Aufwand wirklich nunr dazu betrieben werden, um SEO-konforme Texte zu erstellen? Wenn wir unsere Veröffentlichungen auf computerbasierte Algorithmen ausrichten und nicht auf die Menschen, für die ein Text relevant ist,sehe ich persönlich einer düsteren Zukunft entgegen. Auch wenn es für Viele bequem erscheinen mag, wir sollten den Maschinen nicht das Denken überlassen.

Ich weiß nicht, wohin unsere Reise führen wird. Ich kann jedoch mit (un-)ruhiger Gewissheit versprechen, dass dieser Blog wohl noch eine Weile existieren wird. Ich bin gespannt, wann ich den 200. Post veröffentlichen darf und verabschiede mich heute mit meinem persönlichen Höhepunkt des Tages.

Mein Kommentar dazu: Dieser Schmerz grenzt schon an geistige Körperverletzung.

Freitag, 14. Juli 2017

Neue Rubrik: Tipp des Tages

In einer neuen Rubrik möchte ich in loser Folge typische Rechtschreibfehler aufzählen, und gleichzeitig erklären, wie man sich die richtige Rechtschreibung merken kann.

Los geht es heute mit einem Wort, das viele Menschen offensichtlich auf den Holzweg führt. Gerade heute erst bin ich wieder über eine Webseite gestolpert, bei der eine Idee als "abwägig" bezeichnet worden ist. Es muss allerdings richtigerweise "abwegig" heißen. Der Begriff hat tatsächlich mit dem Weg zu tun. Wer einen abwegigen Gedanken hat, ist buchstäblich vom Weg abgekommen oder befindet sich auf einem Irrweg.

Donnerstag, 13. Juli 2017

ein kleiner aber feiner Unterschied

Die deutsche Sprache ist schon gemein: Zahlreiche Wörter unterscheiden sich nur durch einen kleinen Buchstaben und haben dennoch eine vollkommen unterschiedliche Bedeutung. Man denke an "Baum" und "Raum" oder an "Fisch" und "Tisch". Normalerweise haben wir keine großen Probleme, die Wörter auseinanderzuhalten und richtig einzusetzen. Anscheinend besitzen Wörter, die sich nur durch unterschiedliche <s>-Laute voneinander unterscheiden, eine besondere Fehleranfälligkeit. Ich möchte nicht wissen, wie viele Schüler-/Innen an der unterschiedlichen Bedeutung von "das" und "dass" verzweifelt sind; einige Wörter sollten jedoch in ihrer unterschiedlichen Bedeutung klar sein.
Das gilt zum Beispiel für den Unterschied zwischen dem Wort "Masse" und dem Wort "Maße". Beschreibt der erste Begriff den Zustand der Trägheit eines Körpers, umgangssprachlich ausgedrückt, sein Gewicht, bezieht sich der zweite Begriff auf die räumliche Ausdehnung eines Objekts.
Ich frage mich, ob der Schreiberling des folgenden Fundstücks diesen Unterschied kannte. Wenn ja, muss ich dringend noch einmal die mathematischen Grundeinheiten wiederholen; mir war bis heute nicht bewusst, dass die Masse eines Objektes auch in cm gemessen werden kann. Auch der Unterschied zwischen Aussenmassen und Innenmassen war mir bisher nicht geläufig. Man lernt wohl immer noch dazu.


Mittwoch, 12. Juli 2017

Der Unterschied zwischen preiswert und billig

Ich muss heute mal ein bisschen persönlich werden: Ich habe mich kürzlich auf einen Auftrag beworben, bei dem es um die Übersetzung eines Fachtextes aus dem Englischen ins Deutsche ging. Als der Kostenpunkt zur Sprache kam, habe ich erwähnt, dass ich einen vergleichsweise geringen Preis von 10ct. / Wort veranschlage. Der gesamte Text war insgesamt rund 2.500 Wörter lang, sodass ich am Ende auf einen Gesamtpreis von rund 250 € gekommen wäre. Dies war dem Kunden anscheinend zu viel. Er stellte sich eher einen Gesamtpreis von unter 100 € vor. Lange Rede, kurzer Sinn, wir sind nicht ins Geschäft gekommen.
Der Grund, warum ich diese ausführliche Einleitung schreibe, zeigt sich in meinem Screenshot, den ich heute beim Durchqueren des Internet erstellt habe. Natürlich kann man sich einen billigen Übersetzer holen, die Qualität der Übersetzung dürfte allerdings ebenso billig ausfallen. Ich weiß, dass auch meine Fähigkeiten noch sehr ausbaufähig sind, aber wenn ich mir das folgende Fundstück ansehe, weiß ich auch wieder, dass ich mir mehr Wert bin als 4 ct. pro Wort. Anscheinend sind ein guter Sprachstil und eine zuverlässige Rechtschreibung für Auftraggeber nur ein netter Nebeneffekt. Schade eigentlich, dass wir so stümperhaft mit unserer Schriftsprache umgehen.